Rendsburger Museumsnacht
Rendsburger Museumsnacht am 17. Oktober 2026
Als eines von zahlreichen Highlights in der vielfältigen Rendsburger Kulturlandschaft findet am 17. Oktober 2026 die Rendsburger Museumsnacht statt. Die Museen in der Stadt öffnen an diesem Abend von 18 bis 22 Uhr und der Eintritt ist überall kostenlos. In jedem Museum wird es besondere Vorträge oder Aktionen geben. Somit stellt das Event eine großartige Gelegenheit dar, sich mit der Stadt und den diversen Aspekten ihrer Geschichte sowie mit vielen spezifischen Themen aus Kunst, Geschichte und Kultur zu befassen.
Die Museen und ihre Angebote
Jüdisches Museum
Im Jüdischen Museum (Prinzessinstraße 7-8) können Besucher*innen um 18 und um 20 Uhr bei einer ca. einstündigen Führung die Highlights der Ausstellung entdecken und dabei in über 400 Jahre jüdischer Geschichte eintauchen.
Um Anmeldung vorab (04331 440430 oder service@landesmuseen.sh) wird gebeten, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Museen im Kulturzentrum Rendsburg
In den Museen im Kulturzentrum Rendsburg (Arsenalstraße 2-10) wird es spannend bei „Glow in the dark: die Schwarzlicht-Suche“. Mit UV-Taschenlampe ausgerüstet können Spürnasen jeden Alters unsichtbare Rätsel finden und Wahrheiten ans Licht bringen. Besucher*innen können außerdem das alte Druckhandwerk in Druckvorführungen hautnah erleben und eigene Postkarten mit Linoldruck gestalten. Um 18:30, 19:30 und 20:30 Uhr werden 15-minütige Kurzführungen zu den Highlights der Sonderausstellung „Aus der Erde – über die Erde. Bleidorn & Bleidorn“ angeboten. Im Innenhof des Arsenals präsentiert das Infomobil „Kreis Kultur Kiosk“ das reiche Kulturangebot des Kreises und lädt zum Austausch ein.
Elektromuseum
Im Elektromuseum (Stormstraße 1) im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Schleswig-Holstein Netz AG finden sich viele Raritäten, die Einblicke in die Geschichte der Elektrifizierung bieten, vom Telegraphen über Küchengeräte bis zur Jukebox. Die von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel konzipierte so spannende wie unterhaltsame Ausstellung widmet sich den technischen Veränderungen ebenso wie deren sozialen Auswirkungen. Anschaulich und liebevoll wurden in dem im Jugendstil erbauten Gebäude Zimmer mit den Exponaten der damaligen Zeit eingerichtet. Es gibt an diesem Abend individuelle Führungen nach Bedarf.
Schifffahrtsarchiv
Das Schifffahrtsarchiv (Königstraße 5) bietet neben individuellen Führungen mit Leiter Peter Carstensen nach Bedarf auch ein unterhaltsames Knotenseminar mit Ludwig Backhaus von der Marinekameradschaft an, Urkunde inklusive. Jeweils um 19, 20 und 21 Uhr zeigt das Kommunale Kino Rendsburg e. V. den Kurzfilm „Forschungsschiff METEOR“.
Museumsstellwerk
Das Museumsstellwerk „Rn“ (Am Bahnhof 22) bietet individuelle Führungen an. Es wurde 1912 als „Stellwerk Rn“ direkt am Rendsburger Bahnhof errichtet. 1983 machte neue Technik es für den Bahnbetrieb entbehrlich. Auf Initiative des Eisenbahners Siegfried Weichert wurde es als Museum erhalten und somit vor dem Abriss gerettet. Das Gemeinschaftsprojekt lebt vom Engagement zahlreicher Eisenbahner, die es kontinuierlich pflegen und interessierten Besucherinnen und Besuchern zugänglich machen. Das historische Block- und Hebelwerk sowie die um 1900 entwickelten Sicherungseinrichtungen sind noch heute voll funktionsfähig und werden bei Vorführungen in Gang gesetzt.
Eisenkunstguss Museum Büdelsdorf
Das Eisenkunstguss Museum Büdelsdorf (Ahlmannallee 5) gehört zu den modernsten in Norddeutschland und präsentiert eine einzigartige Sammlung gusseiserner Objekte vom 16. bis ins 21. Jahrhundert. Thematische Schwerpunkte der Ausstellung bilden das 19. Jahrhundert und die Gusseisenproduktion der Carlshütte. Moderne Szenografie und Medientechnik, wie etwa interaktive Stationen, rücken hier das „alte Eisen“ in neues Licht. Es wird um 19 Uhr eine Führung durch die Dauerausstellung angeboten: Rund 180 Exponate, vom Personendenkmal bis zur Kaffeemühle, dokumentieren die Entwicklung von Gusseisen und Kunstguss sowie die kulturhistorische Bedeutung des Materials im 19. Jahrhundert. Zudem findet um 21 Uhr eine Führung durch die Sonderausstellung „Numen“ statt, in der erstmals in Deutschland die Arbeiten des spanischen Bildhauers César Orrico zu sehen sind. Orrico verbindet in seinen Skulpturen die Tradition klassischer Bildhauerei mit einer zeitgenössischen Formensprache. Zentrales Thema ist der menschliche Körper.
Galerie Müllers
Die Galerie Müllers (An der Marienkirche 4) besteht seit 1996 in Rendsburg und entwickelte sich seitdem dank Sibylle und Tom Müllers zu einer festen Adresse für hochwertige zeitgenössische Kunst. Ein Schwerpunkt der Galerie sind die Norddeutschen Realisten. Neuer Inhaber der Galerie ist seit dem 1. Oktober Sönke Lundt. Die erste Ausstellung unter seiner Leitung ist „Verwandt – Unverwandt“ der Brüder Johannes und Tobias Duve. Der Titel ist eine Anspielung auf die gemeinsame Herkunft der beiden Künstler und gleichzeitig auf ihre eigenständigen künstlerischen Positionen. So liegt der Fokus von Johannes Duve auf Stadtlandschaften, Figuren und Portraits, häufig mit gesellschaftlichen und politischen Bezügen. Tobias Duve konzentriert sich auf Landschaften, Häfen sowie auf Motive aus Industrie und Arbeitswelt. Um 19:30 und 21:30 Uhr führt Lundt interessierte Besucher*innen in die Ausstellung ein.
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